Saturdays #4

Hallo Ihr Lieben,

ja Ihr habt recht.. es ist gar nicht Samstag. Dieses Wochenende habe ich mal wieder einen Kurzurlaub gemacht. Diesmal in Hotel Mama ūüėČ

„Ich fahre jetzt nach Hause“ – wenn Nesth√§kchen erwachsen werden…

Ich genie√üe es einfach immer so mal Heim zu kommen. Dort muss man sich um nichts k√ľmmern und kann wirklich die Seele baumeln lassen. Ich komme aus einem ziemlich kleinen Dorf in der Eifel, und die meisten Dorfkinder werden unterschreiben k√∂nnen, dass man im Dorf meistens nicht so viele M√∂glichkeiten hat, seine Freizeit oder sein Arbeitsleben spannend zu gestalten.
Ich habe gar nichts gegen mein D√∂rfchen, im Gegenteil. Manchmal tut es echt gut, aus der Stadt heraus zu kommen. Und bei meinen Eltern bin ich sowieso so gerne ūüôā

Aber es ist auch immer sch√∂n wieder zu fahren und zu wissen, dass man in sein eigenes Leben zur√ľck zu fahren. F√ľr meine Mama war es anfangs sehr schwer, wenn ich sagte: „ich fahre jetzt wieder nach Hause“ – und dieses zu Hause war mein neues zu Hause: Mannheim. Ich denke jeder sollte fr√ľher oder sp√§ter diesen Schritt wagen. Auch wenn ich mich immer auf mein Dorf freue, hier in Mannheim habe ich meine Wohnung und mein Reich und bin mein eigener Herr. Anfangs dachte ich mein Heimweh w√§re gr√∂√üer, aber ein paar Wochen schaffe ich locker, ohne den Drang zu versp√ľren, dass ich zu meinen Eltern fahren will.
Das Einzige was mir manchmal echt schwer fällt, ist dass meine Mama mich noch sehr vermisst. Als Nästhäkchen war ich lange das einzige Kind im Haus und als einziges Mädchen hatte ich schon immer eine wahnsinnig enge Beziehung zu meiner Mama.

Wir telefonieren fast t√§glich, facetimen mindestens einmal die Woche – und das obwohl ich schon seit 3 Jahren nicht mehr zu Hause wohne. Schlimm wird es, wenn die eigene Mama einem sagt: „ich vermisse dich, du warst schon so lange nicht mehr hier“. Und du? Du vermisst deine Mama und dein D√∂rfchen irgendwie gar nicht so doll. Nicht weil du sie nicht lieb hast oder es dir dort nicht gef√§llt, sondern weil du irgendwie erwachsen geworden bist. Das sehen Mama’s von Nesth√§kchen-T√∂chtern irgendwie nicht so gerne habe ich das Gef√ľhl.
Was sagt man also seiner Mama, die man gar nicht so doll vermisst?

Diplomatisch versuche ich es immer mit S√§tzen wie: „Es ist doch nicht mehr lange bis zum n√§chsten mal..“. Mir tut es auch immer wahnsinnig leid, wenn ich merke, dass es ihr damit wirklich nicht so gut geht. Besonders in meinem Ausladssemester war es f√ľr sie schwer. Und meine Pl√§ne, nach dem Studium noch weiter weg als Mannheim zu ziehen, die machen meiner Mama Angst.

Das letzte, was man als Kind nat√ľrlich will, ist seiner Mama weh zu tun. Auch wenn Mama’s manchmal nerven – besonders wenn sie von ihrer 22-j√§hrigen Tochter wissen m√∂chten, wann und wo und wie sie ihre Zeit verbingen oder wann Sie aus dem Club nach Hause kommen – sie meinen es doch gar nicht b√∂se. Und glaube Mama’s wissen auch gar nicht, dass sie manchmal nerven.

Ich wei√ü jeden Falls, dass ich keinen nervigen Anruf und keine nervige „Hallo lebst du noch????“ SMS von meiner Mama missen m√∂chte. Ihre F√ľrsorge und auch die Angst, die sie sich manchmal um mich macht, zeigen mir ja nur, wie wichtig ich ihr bin und wie viel ich ihr bedeute.

Meine Mama wird wahrscheinlich noch wenn ich 35 bin nach meiner Hand greifen, wenn wir gemeinsam √ľber die Stra√üe gehen, aber das ist v√∂llig ok ūüôā

Alles in Allem hatte ich also ein total erholsames Wochenende mit meinen Eltern und meinem Freund. Nachdem wir Freitag in Frankfurt im Gibs’n waren, wo Zirkus Beatzarr und Magoni so richtig losgelegt haben war so ein ausgeruhtes Wochenende mit Familienspielen und Sonntagsausflug zum N√ľrburgring wohl das einzig wahre <3

Eure Holli <3

 

Comments

  1. Tochter sein und auch ne Tochter haben, zusammengefasst ist es ziemlich spitze.

    1. Danke f√ľr den lieben Kommentar ūüôā

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